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November 25, 2021

Eigenbluttherapie: die Bedeutung von Wachstumsfaktoren für eine schöne Haut

PRP-Behandlung in Berlin
© mdbildes – stock.adobe.com

Durch den natürlichen Hautalterungsprozess laufen gewisse Vorgänge im Körper langsamer ab, so beispielsweise der Stoffwechsel. Es werden weniger neue Zellen gebildet und auch die hauteigene Regeneration läuft nicht mehr so schnell ab wie in jüngeren Jahren. Infolgedessen lassen Spannkraft und Festigkeit der Haut nach. Sie kann zudem trocken werden und Schäden nur noch langsamer oder gar nicht mehr ausgleichen.

Damit Haut und Körper lange gesund und jung bleiben sowie ihre Aufgaben fehlerfrei erfüllen können, ist unter anderem ein intakter Reparaturmechanismus notwendig. Für das strahlende und jugendliche Aussehen der Haut sind dabei beispielsweise Stammzellen und Wachstumsfaktoren von großer Bedeutung. Im Bereich der Anti-Aging-Behandlungen stellt die PRP-Therapie daher ein effektives Treatment zur nachhaltigen Unterstützung und Verbesserung des Hautbildes dar, da sie mit körpereigenem Blutplasma arbeitet, das reich an Wachstumsfaktoren ist.     

 

Wachstumsfaktoren als Anti-Aging-Methode

Zellschäden können mithilfe von Stammzellen repariert werden. Stammzellen werden im Körper gebildet und beispielsweise bei Hautverletzungen aktiviert. Wichtig für die Anregung von Stammzellen beziehungsweise für die Weitergabe von Informationen sind Wachstumsfaktoren. Diese stimulieren die Produktion von Stammzellen, heften sich an diese und koordinieren den weiteren Ablauf. Sie kurbeln den Regenerationsprozess an.

Da dieser natürliche Vorgang mit zunehmendem Alter immer langsamer abläuft, kann sich eine entsprechende Behandlung mit wertvollen Wachstumsfaktoren anbieten. Auf diese Weise wird die Haut von innen heraus unterstützt – ohne die Einwirkung von Fremdsubstanzen.

 

Wo kommt PRP her?

PRP ist die Abkürzung für platelet-rich plasma. Damit gemeint ist das Blutplasma, das reich an Blutplättchen und Wachstumsfaktoren ist. Es wird auch als thrombozytenreiches Plasma bezeichnet. Um das PRP zu gewinnen, wird dem Patienten beziehungsweise der Patientin eine kleine Menge Blut entnommen. Dieses Blut wird anschließend speziell aufbereitet: Durch Zentrifugation wird das Blutplasma von den übrigen Blutbestandteilen getrennt und kann somit isoliert werden. Für die erfolgreiche Behandlung ist es entscheidend, dass sich viele vitale (also lebende) Blutplättchen im Konzentrat befinden. Je höher der Anteil, desto mehr Erfolg verspricht die Behandlung.

Da das Blut vom Patienten selbst stammt, sind Unverträglichkeiten und Allergien so gut wie ausgeschlossen. Die PRP-Therapie (Eigenblutbehandlung) gilt als besonders schonend und risikoarm.

 

Was ist im PRP enthalten?

Im PRP sind unter anderem folgende Wachstumsfaktoren enthalten, die einen wichtigen Beitrag zur Hautverjüngung und Verbesserung der Hautstruktur leisten:

  • Epidermal Growth Factor (EGF) beeinflusst das Zellwachstum und die Reparaturmechanismen
  • Transforming Growth Factor (TGF) sorgt dafür, dass vermehrt kleine Blutgefäße gebildet werden, sodass die Haut besser durchblutet sowie mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt wird
  • Vascular Endothelial Growth Factor (VEGF) baut Gewebe auf und stärkt die Gefäße
  • Fibroblast Growth Factor (FGF) regt die Bildung von Bindegewebsfasern an und stimuliert die Regeneration von Haut und Muskeln
  • Platelet-Derived Growth Factor (PDGF) unterstützt die Wundheilung und den Gewebeaufbau
  • Collagen Stimulating Growth Factor (CSGF) regt die Zellen an, neue Hautzellen zu bilden
  • Keratinocyte Growth Factor (KGF) fördert ebenfalls die Bildung frischer Haut
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    PRP-Behandlung für schöne und junge Haut

    Bei der Eigenblutbehandlung zur Hautverjüngung wird das PRP mit einer feinen Kanüle in die entsprechenden Hautareale injiziert. Damit die Behandlung möglichst schmerzlos verläuft, können die Bereiche vorab betäubt werden, beispielsweise mit einer speziellen Anästhesiecreme oder einem lokalen Anästhetikum per Injektion. Nach der Unterspritzung entfacht das PRP nach und nach seine Wirkung. Die Kollagensynthese und Zellneubildung benötigen einige Zeit, bis sie vollständig abgeschlossen und das Hautbild erneuert sind. Dadurch setzte der Verjüngungseffekt schrittweise ein, was besonders natürlich wirkt.

    Eine zweite Möglichkeit zur Hautverjüngung mit PRP ist die Kombination mit einem Microneedling. Hierbei wird der Haut zunächst winzige Verletzungen zugeführt, indem ein spezieller Dermapen wiederholt kleine Nadeln in das Gewebe einbringt. Anschließend wird das PRP aufgetragen oder injiziert. Die beiden Methoden ergänzen sich sehr gut und erzielen erfahrungsgemäß optimale Ergebnisse.

     

    PRP hilft auch bei Haarausfall

    Das Blutplasma mit seinen kostbaren Wachstumsfaktoren kann auch zur Behandlung von lichter werdendem Haar eingesetzt werden. Hierbei spritzt der Arzt das PRP in die Kopfhaut, wo es direkt die Haarwurzeln und Haarfollikel stimuliert. Die Regeneration und Neubildung haben zur Folge, dass die Haarwurzeln gestärkt und die Haare gekräftigt werden.

    Die PRP-Therapie kann sowohl alleinstehend als auch als effektive Ergänzung zur Haartransplantation vorgenommen werden. In den internationalen Richtlinien wird sogar eine unterstützende PRP-Behandlung zur Haartransplantation empfohlen, da die Ergebnisse sehr positiv beeinflusst werden.   

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