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Oktober 28, 2021

Psoriasis im Herbst und Winter – das können Sie tun

Psoriasis-Therapie in Berlin
© IIIRusya – stock.adobe.com

In der Herbst- und Winterzeit bemerken viele Psoriasis-Patienten und -Patientinnen eine Intensivierung der Beschwerden. Oftmals werden die Schübe regelmäßiger und stärker. Welche Gründe hat es, dass sich die chronisch-entzündliche Hauterkrankung in der kühleren Jahreszeit verschlimmert? Was können Patienten und Patientinnen tun, um dem entgegenzuwirken? Im folgenden Newsbeitrag haben wir interessante Informationen und Tipps für Betroffene zusammengestellt.

 

Psoriasis – darum wird sie im Herbst und Winter meist schlimmer

Unsere Haut ist in der kühleren Jahreszeit verschiedenen Veränderungen und Einflüssen ausgesetzt. So werden die Außentemperaturen kälter und die Luft wird feuchtigkeitsarm. Auch die trockene Heizungsluft in den Innenräumen kann sich negativ auf die Haut auswirken und beispielsweise dazu führen, dass sie gereizt und trocken wird. Der ohnehin vorbelasteten Haut bei Psoriasis (Schuppenflechte) geht es in diesem Fall nicht besser. Die zusätzliche Reizung kann die Schübe verschlimmern. Auch der Wechsel zwischen warmen Innentemperaturen und kalten Außentemperaturen kann die Haut strapazieren.

Ein weiterer Grund ist die geringere UV-Strahlung nach dem Jahreszeitenwechsel. UV-Strahlung wirkt entzündungshemmend, daher haben die Betroffenen im Sommer oft weniger mit der Erkrankung zu kämpfen. Gehen die Sonnenstunden im Herbst zurück, können Entzündungen leichter auftreten. Sowohl im Sommer als auch zu den anderen Jahreszeiten sollte nichtsdestotrotz unbedingt auf einen geeigneten Sonnenschutz geachtet werden. 

Ebenso gilt die Herbst- und Winterzeit als Erkältungssaison. Auch durch Infekte kann die Psoriasis verstärkt werden, da das Immunsystem angeschlagen ist. Psoriasis wird durch eine Störung im Immunsystem hervorgerufen und kann sich dementsprechend verschlimmern, wenn weitere Erkrankungen wie eben Infekte darauf einwirken.

 

Hautpflege bei Psoriasis

Sowohl gesunde Haut als auch erkrankte Haut sollte im Herbst und Winter speziell gepflegt werden. Bei Psoriasis eignen sich vor allem fetthaltige Cremes, da sie langsam in die Haut einziehen und zudem lange in der Haut verbleiben. Dadurch erfolgt eine Pflege über einen längeren Zeitraum. Zudem werden der Feuchtigkeitsgehalt und der Fettfilm optimiert, um die Haut widerstandsfähiger vor äußeren Einflüssen zu machen.

Des Weiteren ist die Haut regelmäßig und gründlich, aber nicht zu aggressiv zu reinigen. Idealerweise werden milde Reinigungsprodukte verwendet, die auf den Hauttyp abgestimmt und nicht reizend sind. Beim Duschen und Baden sollte nicht zu lange im Wasser verweilt werden. Langes Baden im heißen Wasser kann die Haut auf Dauer belasten und austrocknen. Daher empfiehlt es sich eher für zehn bis 15 Minuten zu duschen, wobei die Temperatur maximal bei etwa 36 Grad liegen sollte.    

 

Viel trinken

Trockene und strapazierte Haut kann auch von innen heraus gepflegt werden. So lässt sich durch eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr dazu beitragen, dass der Feuchtigkeitsgehalt der Haut verbessert wird. Geeignete Getränke sind vor allem Wasser und ungesüßte Tees. Vor allem bei kühlen Temperaturen bieten sich wärmende Tees an.

 

Die richtige Kleidung wählen

Die Haut – insbesondere die Areale, in denen sich die Plaques der Psoriasis befinden – sollte vor Kälte geschützt werden. Dies lässt sich mit geeigneter Kleidung leicht bewerkstelligen. Jedoch sollte zudem darauf geachtet werden, dass atmungsaktive Stoffe getragen werden. Durch Hitze und Feuchtigkeit wird die Haut nämlich ebenfalls schnell gereizt. Lassen die Stoffe keine gute Luftzirkulation zu, kann sich die Wärme anstauen.

 

Stress mindern beziehungsweise vermeiden

Ein weiterer Hinweis, um einer Verschlimmerung der Psoriasis im Herbst und Winter entgegenzuwirken, ist eine Reduzierung von möglichen Stressfaktoren. Anhaltender Stress wirkt sich negativ auf die allgemeine Gesundheit aus und gilt als einer der Hauptauslöser für Psoriasis-Schübe. Durch gezielte Entspannungsübungen und bewusste Auszeiten werden das körperliche und seelische Wohl gefördert. Auch die Psoriasis-Schübe klingen dann meist schneller wieder ab oder werden erst gar nicht so stark.

 

Die Psoriasis-Therapie mit Cremes (Lokaltherapie)

Im Herbst und Winter sollte zudem die Psoriasis-Therapie gewissenhaft und gründlich befolgt werden. Bei leichter Psoriasis wird meist eine Creme mit Kortison und/oder sogenannte Vitamin-D-Analoga auf die betroffenen Stellen aufgetragen, um die Haut zu pflegen und zu beruhigen. Zusätzlich können die Areale mit UV-Licht behandelt werden. Die Lichttherapie wirkt entzündungshemmend. 

 

Systemische Therapie bei Psoriasis

Bei mittelschwerer bis starker Psoriasis kann sich zusätzlich zur lokalen Therapie eine systemische Therapie anbieten. Das bedeutet, dass nicht nur eine bestimmte Stelle direkt behandelt wird, sondern der gesamte Körper. Durch die Wirkstoffe wird das Immunsystem unterdrückt (Immunsuppressiva), damit die Entzündungsreaktionen im Körper zurückgehen.

In unserer Praxis stehen sowohl die lokale Therapie mit Cremes als auch die systemische Behandlung zur Wahl. In einem persönlichen Beratungsgespräch untersucht Dr. Kors, welche Maßnahmen sich im individuellen Fall anbieten und klärt die Patienten und Patientinnen ausführlich darüber auf.

 

Save-the-Date: Welt-Psoriasis-Tag am 29. Oktober

Am 29. Oktober ist der sogenannte Welt-Psoriasis-Tag. Mit Informationsveranstaltungen soll das allgemeine Bewusstsein für die Erkrankung gestärkt und eine Plattform zum Austausch ermöglicht werden. Auch wenn in den letzten Jahrzehnten die Psoriasis-Therapie große Schritte gemacht hat, um Betroffenen ein Plus an Lebensqualität zu sichern, stehen die Maßnahmen noch nicht allen Patienten und Patientinnen zur Verfügung oder sie wissen schlichtweg nicht, dass es sie gibt. Weitere Informationen zum Welt-Psoriasis-Tag, der in diesem Jahr unter dem Motto „Being united – grenzenlos vereint“ stattfindet, stehen Ihnen auf folgender Website bereit: https://www.weltpsoriasistag.de/.  

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