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März 23, 2020

Plötzliche Schweißausbrüche – Was kann der Grund sein?

Hyperhidrose starkes SchwitzenSchweißflecken auf dem Shirt und ein unangenehmer Geruch – ein plötzlicher Schweißausbruch ist in ziemlich jeder Situation sehr unangenehm. Treten die Ausbrüche öfter und ohne einen erkennbaren Einfluss auf, fühlen sich die Betroffenen meist hilflos. Aus Scham meiden viele der Personen Veranstaltungen oder soziale Kontakte im Allgemeinen. Was kann die Ursache für starkes und unkontrolliertes Schwitzen sein? Und welche Therapiemöglichkeiten gibt es?

 

Mögliche Ursache für starkes Schwitzen: Hyperhidrose

Von einem Augenblick auf den nächsten ist die Haut mit übermäßig viel Schweiß bedeckt und auf der Kleidung zeichnen sich große Flecken ab. Bei plötzlich auftretenden Schweißausbrüchen vermuten die Betroffenen oftmals erst gar nicht, dass es sich dabei um eine Erkrankung handelt. Häufig wird das extreme Schwitzen als genetisch bedingte „Eigenart“ des Körpers abgetan oder auf fehlende Fitness beziehungsweise ein zu hohes Körpergewicht abgewälzt.

Die angesprochene Erkrankung wird als Hyperhidrose bezeichnet. Hierbei sind die Schweißdrüsen überaktiv und sondern daher eine Schweißmenge ab, die über das gesunde Maß, das beispielsweise zur Regulierung der Körpertemperatur benötigt wird, hinausgeht. Eine Hyperhidrose tritt auch bei körperlicher Ruhe oder niedrigen Temperaturen auf, sodass die Betroffenen auch unter starkem Schwitzen im Winter leiden.

 

Wodurch wird eine Hyperhidrose ausgelöst?

Bei der primären Hyperhidrose treten die plötzlichen Schweißausbrüche ohne erkennbare Ursache auf. Warum die Schweißdrüsen vermehrt Schweiß produzieren, ist noch nicht eindeutig geklärt. Vermutet wird, dass eine Störung im vegetativen Nervensystem dazu führt, dass größere Mengen des Neurotransmitters Acetylcholin ausgeschüttet werden, wodurch die Schweißdrüsen aktiviert werden. Was diese Störung auslösen kann, ist bislang noch unklar. Eine familiäre Veranlagung scheint hierbei eine wesentliche Rolle zu spielen.

 

Ursachen der sekundären Hyperhidrose

Eine zweite Form der Hyperhidrose-Erkrankung ist die sekundäre Hyperhidrose. Das starke Schwitzen stellt hierbei eine Folge einer anderen zugrundeliegenden Erkrankung oder eines anderen Auslösers dar. Als mögliche Grunderkrankungen, die eine Hyperhidrose bewirken können, kommen beispielsweise eine Schilddrüsenüberfunktion, Diabetes oder Tumorerkrankungen infrage. Auch neurologische beziehungsweise psychische Krankheiten können zu übermäßigen Schweißausbrüchen führen. Ebenfalls können ein Übergewicht, Veränderungen im Hormonhaushalt oder die Wechseljahre eine Hyperhidrose hervorrufen. Bei manchen Patienten ist auch die Einnahme bestimmter Medikamente der Auslöser für das extreme Schwitzen.

Um die genauen Ursachen für die starken Schweißausbrüche herauszufinden beziehungsweise um eine primäre Hyperhidrose zu diagnostizieren, ist eine ausführliche Anamnese unerlässlich. Nur auf der Grundlage der individuellen Krankengeschichte und einer eingehenden Untersuchung kann der Arzt eine entsprechende und wirksame Therapie zusammenstellen.

 

Hyperhidrose-Therapie mit Antitranspiranten

Die Behandlung der primären Hyperhidrose soll vor allem möglichst schonend, aber dennoch effektiv sein. Die Verwendung von Antitranspiranten zählt zu den sanftesten Therapieoptionen. Die medizinischen Sprays oder Cremes werden auf die betreffenden Stellen aufgetragen. Meist befindet sich die primäre Hyperhidrose im axillären Bereich, sie kann aber auch an anderen Körperstellen wie dem Rücken oder den Füßen auftreten. Die medizinischen Antitranspirante sorgen dafür, dass die Kanäle, die von den Schweißdrüsen zur Hautoberfläche führen, verengt werden. Dadurch verringert sich die Menge des abgesonderten Schweißes. Gleichzeitig pflegen die Produkte die Haut.

 

Abhilfe durch Botulinumtoxin

In der Medizin ist Botulinumtoxin Typ A (Botox®) hauptsächlich aus dem Anti-Aging-Bereich bekannt. Neben der Faltenbehandlung zählt auch die Hyperhidrose-Therapie zu den Anwendungsbereichen des Wirkstoffs. Mithilfe einer Botox®-Injektion wird die Ausschüttung des Neurotransmitters Acetylcholin reduziert. Da es zu den Aufgaben des Botenstoffs gehört, Informationen an beispielsweise die Schweißdrüsen zu senden, wirkt sich eine geringere Menge an Acetylcholin direkt auf die Aktivität der Schweißdrüsen aus. Erhalten diese nicht die Information, Schweiß abzusondern, verringert sich auch das starke und plötzlich auftretende Schwitzen.

Sowohl Antitranspirante als auch Botulinumtoxin erzielen keine dauerhaften Ergebnisse. Sie müssen regelmäßig angewendet beziehungsweise wiederholt werden, um den schweißreduzierenden Effekt aufrechtzuerhalten.

 

Schweißdrüsen-OP

Sprechen die üblichen Therapien mit speziellen medizinischen Produkten, Botulinumtoxin, Entspannungsübungen und andere Maßnahmen nicht oder nur mit unzureichendem Ergebnis an, kann in schweren Hyperhidrose-Fällen auch ein operativer Eingriff ratsam sein. Es gibt verschiedene chirurgische Verfahren, die individuell mit den Patienten abgesprochen werden. Oftmals werden die Schweißdrüsen des betreffenden Areals entfernt, um das starke Schwitzen zu unterbinden.

 

Persönliche Beratung zur Hyperhidrose-Therapie

In unserem Hautzentrum Weißensee in Berlin beraten wir Sie gern näher zur Hyperhidrose und den einzelnen Behandlungsmöglichkeiten. Operative Eingriffe führen wir in unserer Praxis nicht durch, doch wir haben sehr gute Erfahrungen mit den minimalinvasiven Therapieoptionen (Antitranspirante, Botox®) gemacht. Gemeinsam mit Ihnen erstellen wir den Behandlungsplan, der zu Ihnen passt und der das übermäßige Schwitzen effektiv sowie möglichst schonend reduziert. Vereinbaren Sie einfach einen Beratungstermin in unserer Praxis!

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