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März 26, 2021

Hält ein Tattoo für immer? Beratung und Tipps zur Tattooentfernung

Tattoos entfernen Berlin
© Dimid – stock.adobe.com

Tattoos sind für viele Menschen in der Mitte der Gesellschaft angekommen, für andere handelt es sich bei den Hautbildern eher um ein absolutes und unschönes No-go. Ein Tattoo sollte wohl überlegt sein, denn das individuelle Kunstwerk bleibt ein Leben lang auf der Haut verewigt. Oder etwa nicht? In den letzten Jahren sind sogenannte Temptoos oder auch Biotattoos aufgetaucht. Hierbei handelt es sich um temporäre Tattoos, die mit der Zeit selbstständig wieder verblassen – so zumindest das Versprechen. Biotattoos sind gemeinhin umstritten. Welche Risiken sie beinhalten und wie eine professionelle Tattooentfernung stattfindet, lesen Sie im Folgenden.

 

Was passiert beim Tätowieren?

Beim Stechen eines Tattoos verwenden professionelle Tätowierer spezielles Equipment. Die Farbe wird mithilfe eines Tätowiergeräts unter die Haut gebracht. In dem Gerät befinden sich Nadeln, die sich mit hoher Geschwindigkeit auf und ab bewegen. Sie durchdringen die oberste Hautschicht und injizieren die Farbpigmente in das darunterliegende Gewebe. Für ein gutaussehendes Tattoo sind eine hohe Präzision und eine langjährige Erfahrung des Tätowierers entscheidend.

Für Konturierungen wird meist eine Nadel in die Stechmaschine eingesetzt, während für flächige Elemente mehrere Nadeln beziehungsweise ein Nadelbündel notwendig sind. Die Farbe wird etwa 1,5 Millimeter tief in die Haut eingebracht. Die genaue Einstichtiefe kann je nach Körperstelle und Beschaffenheit der Haut variieren. Die Farbpigmente lagern sich zum größten Teil in der Haut ab und verbleiben dauerhaft an der jeweiligen Stelle.  Es wird vermutet, dass einzelne Farbpigmente beim Stechen und auch anschließend über das Blut abtransportiert werden können. Ein eventuelles Gesundheitsrisiko durch den Abtransport in den Körper ist noch nicht abschließend untersucht.

 

Was ist der Unterschied bei Biotattoos/Temptoos?

Die sogenannten Temptoos werben damit, dass sie lediglich in die oberste Hautschicht gestochen werden. Damit sollen sie zusammen mit dem monatlichen Hauterneuerungsprozess langsam wieder abgebaut werden und nach und nach verblassen.

Die Oberschicht der Haut wird auch als Epidermis bezeichnet. Sie erneuert sich etwa alle 28 Tage komplett. Dabei trocknen die obersten Zellen ab und werden nahezu unbemerkt vom Körper abgestoßen. Darunter befinden sich sogleich frische Hautzellen. Bei Kindern erfolgt der Erneuerungszyklus vergleichsweise schnell. Im Laufe des Lebens nimmt er ab und benötigt im Alter mehr Zeit. Ähnlich verhält es sich mit dem Heilungsprozess bei Verletzungen wie Hautschnitten oder Abschürfungen.

 

Wo liegen die Probleme bei temporären Tattoos?

Experten raten von Biotattoos ab, denn es ist ihrer Ansicht nach schwer kontrollierbar, nur in die oberste Hautschicht zu stechen. Gelangen die Nadeln in tiefere Schichten, entstehen die herkömmlichen permanenten Tätowierungen. Zudem ist nicht gesagt, dass die Farbpigmente selbst in der obersten Hautschicht zuverlässig abgetragen werden. So kann es unter anderem vorkommen, dass einige Teile des Tattoos bereits verblassen, während andere noch sichtbar sind. Insgesamt ist diese Variante des Tätowierens recht schwer vorhersagbar und kann einige böse Überraschungen mit sich bringen.

 

Was kann man gegen unliebsame Tätowierungen tun?

Sowohl misslungene temporäre Tattoos als auch dauerhafte Tätowierungen können mithilfe von Lasertherapien wieder entfernt werden. Für die verschiedenen Farben stehen unterschiedliche Lasertypen zur Wahl, die mit speziellen Wellenlängen arbeiten. Dadurch können die jeweiligen Farbpigmente gezielt angesprochen werden.

Die Laserenergie durchdringt die Hautschicht, ohne sie zu verletzen. Die Farbpigmente nehmen die Energie schließlich auf und werden durch die Energieabsorption aufgesprengt. Die kleinen Partikelreste können dann über das körpereigene Lymphsystem abgetragen werden.

Die Laserbehandlung an sich verläuft recht schonend, da sie ohne einen operativen Eingriff und ohne Hautschnitte stattfindet. Dennoch kann die intensive Laserenergie als unangenehm empfunden werden. Mithilfe moderner Kühlsysteme, einer lokalen Betäubung und einer individuellen Nachsorge wird die Tattooentfernung so angenehm wie möglich für die Patienten gemacht. Moderne Lasersysteme arbeiten bereits sehr schmerzarm. 

 

Ist die Tattooentfernung aufwendig?

Zur Entfernung eines Tattoos sind mehrere Sitzungen notwendig. Von Behandlung zu Behandlung verblasst das Tattoo ein wenig mehr. Zwischen den einzelnen Sitzungen benötigt die Haut Zeit, um sich zu erholen und zu regenerieren. Daher liegen zwischen den einzelnen Anwendungen mehrere Wochen (mindestens acht). Wie viele Sitzungen insgesamt benötigt werden, hängt von der Art, der Größe, der Qualität, den Farben und der Bestandsdauer des Tattoos ab. Einige Farben lassen sich leichter entfernen als andere. Erfahrungsgemäß sind für die Entfernung eines unliebsamen Tattoos mindestens sechs Laserbehandlungen notwendig. Eine genauere Einschätzung zur Anzahl der Sitzungen kann im persönlichen Beratungsgespräch gegeben werden, nachdem Dr. Kors das Tattoo und die Haut analysiert hat.

 

Ihr Termin im Hautzentrum Weißensee

Sie möchten ein Tattoo entfernen lassen? Gern informieren wir Sie ausführlich zur Laserbehandlung und gehen auf Ihre individuellen Fragen ein. Rufen Sie uns einfach an oder schreiben Sie uns, um Ihren persönlichen Termin in unserer Praxis zu vereinbaren. Wir freuen uns auf Sie!

 

Wichtiger Hinweis

Seit der Gesetzesregelung vom 1. Januar 2021 sind nur noch approbierte Ärzte befugt, Laserbehandlungen wie die Tattooentfernung vorzunehmen. Weitere Informationen sowie eine Arztsuche für Spezialisten in Ihrer Nähe bieten unter anderem die Website der Deutschen Dermatologischen Lasergesellschaft (DDL) oder das Forum DocTattooentfernung an.

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