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November 23, 2020

Botox® in der Medizin: Anwendungsgebiete von Botulinumtoxin

Botox®-Behandlung in Berlin

Injektionen von Botox® (Botulinumtoxin) zur Behandlung unliebsamer Falten sind vielen Menschen ein Begriff. In der ästhetischen Medizin hat der Wirkstoff zügig an Bekanntheit und Beliebtheit gewonnen. Neben dem kosmetischen Einsatzgebiet findet Botulinumtoxin jedoch auch in anderen medizinischen Bereichen Anwendung. Wie wird aus dem starken Nervengift eine sichere Behandlungsmethode? Welche Erkrankungen, Dysfunktionen und „Probleme“ können mithilfe von Botulinumtoxin behandelt werden? Wir haben einen Überblick zu den vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Botox® erstellt.

(Bild: © LIGHTFIELD STUDIOS – stock.adobe.com)

 

Wie wirkt Botulinumtoxin auf den Körper?

Zur Aktivierung von Muskeln schütten die Nervenzellen bestimmte Botenstoffe (Acetylcholin) aus. Der Transmitterstoff Acetylcholin ermöglicht somit die Kommunikation zwischen Nerv und Muskel. Er bewirkt, dass sich der Muskel zusammenzieht (kontrahiert). Nach der Injektion oder Aufnahme von Botulinumtoxin sorgt der Wirkstoff dafür, dass der Botenstoff nicht länger freigegeben wird. Infolgedessen gelangt die Bewegungsinformation nicht zu den entsprechenden Muskeln. Die Lähmung der Muskeln hält so lange an, wie sich der Wirkstoff im Körper befindet.

Der Körper ist in der Lage, das Botulinumtoxin schrittweise wieder abzubauen. Befinden sich jedoch zu große Mengen des Wirkstoffs im Organismus, kann die Lähmung zu schweren gesundheitlichen Folgen führen. Dies ist beispielsweise beim Botulismus („Wurstvergiftung“) der Fall. Die Vergiftung tritt im Zusammenhang mit dem Verzehr von verdorbenem Fleisch oder nicht fachgerecht eingekochtem Gemüse auf. Heutzutage sind Botulismus-Fälle jedoch sehr selten.

 

Botox® ist ein Nervengift – ist die Behandlung damit nicht gefährlich?

Bei der medizinischen Anwendung von Botulinumtoxin werden extrem stark verdünnte Präparate des Nervengifts in sehr geringen Dosen verwendet. Ein erfahrener und speziell geschulter Arzt kennt die geeigneten Injektionspunkte, um die gewünschte Besserung zu erzielen. Dadurch ist die Behandlung mit Botox® in professionellen Händen ein zuverlässiges und sicheres Verfahren. Komplikationsrisiken wie Funktionseinschränkungen oder unerwünschte, starke Lähmungen sind eher auf fehlende Kenntnisse und mangelnde Erfahrung zurückzuführen. Patienten sollten darauf achten, sich nur an einen ausgewiesenen Experten für Botox®-Therapien zu wenden.

Im medizinischen Bereich wird Botox® seit mehr als 30 Jahren angewendet, ohne dass eine „Giftwirkung“ durch den Wirkstoff hervorgerufen wurde.

 

Botox® reduziert mimische Falten

Eines der großen Einsatzgebiete von Botox® sind die Anti-Aging-Behandlungen. Mithilfe des Wirkstoffs können mimische Falten, die durch wiederkehrende Muskelbewegungen auftreten und sich vertiefen, reduziert werden. Da sich die Muskeln durch das Botulinumtoxin nicht mehr zusammenziehen können, glättet sich die Haut und wirkt jünger sowie ebenmäßiger. Der faltenglättende Effekt von Botox® hält erfahrungsgemäß drei bis sechs Monate an. Hat der Körper die geringen Mengen Botulinumtoxin wieder abgebaut, kann die Muskelbewegung wieder normal erfolgen. Auch die entsprechenden mimischen Falten können dann wieder aktiviert werden. Für ein langanhaltendes Ergebnis ist daher eine regelmäßige Auffrischung der Behandlung notwendig.

 

Botox® hilft gegen starkes Schwitzen

Starkes Schwitzen wird auch als Hyperhidrose bezeichnet. Bei der Hyperhidrose sind die Schweißdrüsen überaktiv. Wodurch die Erkrankung hervorgerufen wird, ist noch nicht eindeutig erwiesen. Die Schweißausbrüche ereignen sich meist in Schüben, die in der Regel nicht vorhersagbar sind. Sie treten auch unabhängig von körperlicher Belastung oder hohen Temperaturen auf. Durch die Behandlung mit Botox® wird die Reizübertragung auf die Schweißdrüsen minimiert, sodass kein oder zumindest weniger Schweiß in dem Areal abgegeben wird. Das gleiche Prinzip kann auch angewendet werden, wenn der Patient unter starkem Speichelfluss leidet.

 

Botox® bei starken Kopfschmerzen

Chronische Migräne und Clusterkopfschmerzen schränken die Lebensqualität von Patienten enorm ein. Bei der Botox®-Behandlung injiziert der Arzt den Wirkstoff an etwa 30 Stellen im Kopf-, Nacken- und Schulterbereich. Dort bewirkt das Botulinumtoxin eine Muskelentspannung, die die Kopfschmerzen reduziert.

 

Botox® zur Behandlung von neurologischen Bewegungsstörungen

Eines der ersten Anwendungsgebiete von Botox® ist die Behandlung von neurologischen Bewegungsstörungen gewesen. Durch die Hemmung der Muskelaktivität können die unkontrollierten Anspannungen (z. B. beim Lidkrampf) oder das Zittern (Tremor) reduziert werden. Neben der Minderung der Muskelanspannung stehen bei der Behandlung auch die Schmerzreduktion und die Korrektur von Muskelfehlstellungen im Fokus. Letztlich lässt sich auf diese Weise auch die Ästhetik positiv beeinflussen.

 

Botox® gegen Zähneknirschen

Beim Zähneknirschen (Bruxismus) beißen die Betroffenen die Zähne unwillkürlich und oftmals unbewusst zusammen und reiben die Zahnflächen aufeinander. Eine Form des Bruxismus ist der Schlafbruxismus. Wie der Name bereits verrät, reiben die Patienten die Zähne im Schlaf unbewusst aneinander. Beim Wachbruxismus findet das Zähneknirschen hingegen tagsüber statt. Aber auch hier handelt es sich nicht um eine „schlechte Angewohnheit“, sondern um ein nicht beabsichtigtes Zähneknirschen. Ausgelöst wird es vor allem durch den großen Kaumuskel.

Mithilfe von Botulinumtoxin kann dieser Muskel gezielt entspannt werden. Der Muskel wird dabei nicht komplett gelähmt, sondern nur in seiner Aktivität abgeschwächt. Alle wichtigen Funktionen können somit ganz normal erfolgen, während das unwillkürliche Knirschen gemindert wird.

 

Botox® bei Blasenschwäche

Bei Blasenschwäche oder einer überaktiven Blase kann ebenfalls eine Botox®-Behandlung in Betracht gezogen werden. Durch die Therapie wird die Blasenmuskulatur abgeschwächt. Infolgedessen entspannt sie sich und die Harnblase ist in der Lage, mehr Urin über einen längeren Zeitraum aufzunehmen und zu halten. Das Harndranggefühl verringert sich dadurch ebenfalls.

 

Mehr Informationen zur Botox®-Behandlung in Berlin

In unserer Praxis in Berlin setzen wir die Botox®-Behandlung in erster Linie zur Reduktion unliebsamer Falten ein. Auch zur Minderung von Hyperhidrose wenden wir Botox®-Therapien an, wenn andere nichtinvasive Methoden nicht den gewünschten Erfolg erzielen können. Gern klären wir Sie näher zu den jeweiligen Möglichkeiten auf. Weitere Informationen zu Botulinumtoxin finden Sie zudem auf der Seite der Fachgesellschaft DGBT, in der Dr. Kors ebenfalls Mitglied ist.

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