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Februar 15, 2021

Alles über Hyaluronsäure bei der Pflege der Haut

Hyaluronsäure Berlin
© goodluz – stock.adobe.com

In der Hautpflege kommt Hyaluronsäure eine bedeutsame Rolle zu. Die hauteigene Substanz zeichnet sich vor allem dadurch aus, Feuchtigkeit zu binden. So kann etwa ein Gramm Hyaluronsäure bis zu sechs Liter Wasser an sich binden und den natürlichen Wasserspeicher der Haut somit positiv beeinflussen. Der Feuchtigkeitsgehalt in der Haut spiegelt sich im Hautbild wider: Die Haut wirkt praller und ebenmäßiger. Dadurch wirkt das Gesicht zugleich jugendlich und frisch. Auch als Antifaltenmittel hat sich Hyaluronsäure bewährt. Mithilfe ihres feuchtigkeitsbindenden Effekts polstert sie Hautunebenheiten auf und schenkt einzelnen Gesichtspartien gezielt Volumen zurück.

 

Unscheinbares Gel mit großer Wirkung

Hyaluronsäure ist farblos, geruchsneutral und gelartig.  Zudem ist sie eine körpereigene Substanz, die sowohl in den Zellen als auch in den Zellzwischenräumen vorkommt. Hyaluronsäure zählt zu den Polysacchariden und ist damit ein Vielfachzucker, der für den Körper und insbesondere auch für die Haut von großer Bedeutung ist. Als natürlicher Zellbestandteil sorgt Hyaluronsäure unter anderem dafür, dass die Haut weich und elastisch ist. Sie trägt somit zu einem ebenmäßigen und glatten Aussehen bei. Des Weiteren unterstützt sie die Feuchtigkeitsversorgung der Haut.

Mit der Zeit produziert der Körper weniger Hyaluronsäure; dieser Vorgang startet bereits ab etwa dem 25. Lebensjahr. Da der natürliche Füllstoff zwischen den Zellen abnimmt, kann es leichter zu Hautunebenheiten, Gewebeerschlaffungen und Falten kommen. Durch diese Veränderungen wirkt das Aussehen älter und abgespannter. Zudem hat die Haut Schwierigkeiten, den Feuchtigkeitsgehalt im optimalen Bereich zu halten. Indem der Haut von außen wieder Hyaluronsäure hinzugefügt wird, kann sich das Hautbild wieder erholen und deutlich strahlender sowie jugendlicher aussehen. Hierfür haben sich in der ästhetischen Medizin vor allem Injektionsmethoden bewährt, weil das Mittel auf diese Weise direkt und gezielt an die gewünschten Stellen im Gewebe eingebracht werden kann. 

 

Langkettige und kurzkettige Hyaluronsäure

Im Kosmetikbereich taucht Hyaluronsäure in verschiedenen Formen auf, die grob in langkettige und kurzkettige Hyaluronsäure unterschieden werden. Bei der langkettigen Hyaluronsäure sind vergleichsweise große Moleküle enthalten, die es nicht schaffen, die Hautbarriere zu durchdringen. Dennoch unterstützen sie die obere Hautschicht, indem sie die Feuchtigkeit binden und die äußere Haut geschmeidig machen. Es kommt zu einer sichtbaren Glättung und Straffung durch den Feuchtigkeitsboost, der jedoch nicht lang anhält. Die Feuchtigkeitsschicht kann schnell wieder abgewaschen werden.

Bei der kurzkettigen Hyaluronsäure sind die Moleküle kleiner. Umso kleiner sie sind, desto tiefer können sie in die Haut eindringen. Auch sie binden Feuchtigkeit und führen dazu, dass die tiefen Hautschichten diese Feuchtigkeit als eine Art Depot einlagern. Dadurch kommt es zu einer sichtbaren Verringerung von Falten, Hautunebenheiten und Volumendefiziten. Die Haut wirkt ebenmäßiger und praller. Zudem sind die Ergebnisse langanhaltender, da sie im Inneren ansetzen. Dennoch bietet auch diese Form der Hyaluronsäure keine dauerhafte Veränderung, da der Körper Hyaluronsäure nach einiger Zeit wieder auf natürlichem Wege abbaut.

 

Die Kombination aus langkettiger und kurzkettiger Hyaluronsäure

Optimal für eine intensive Hautpflege ist der Mix aus Hyaluronsäureformen. Mit langkettigen Hyaluronsäuren lässt sich ein Soforteffekt erzielen, der das Hautbild verjüngt und gesund aussehen lässt. Um in die tiefen Hautschichten vorzudringen und die Haut optimal zu unterstützen, sind kurzkettige Hyaluronsäuren wichtig.

 

Anwendungsmöglichkeiten

Unter den Pflegeprodukten finden sich vor allem Cremes und Gels, die die Haut über eine äußere Anwendung mit Hyaluronsäure versorgen wollen. Ebenso werden Kapseln und Tabletten angeboten, um Hyaluronsäure innerlich aufzunehmen. Letztere gelten sowohl hinsichtlich der Wirksamkeit als auch der eventuellen Nebenwirkungen als umstritten und sind somit mit Vorsicht zu genießen.

Eine effektive Behandlungsform für ein frisches und junges Aussehen ist die Unterspritzung mit Hyaluronsäure. Sie sollte unbedingt von einem erfahrenen Facharzt der Dermatologie beziehungsweise der plastischen Chirurgie vorgenommen werden, um harmonische Ergebnisse zu erhalten und eventuelle Risiken so weit wie möglich zu reduzieren.

 

Welche Risiken gibt es denn bei einer Behandlung mit Hyaluronsäure?

Bei einer Hyaluronsäurebehandlung sind die möglichen Risiken und Nebenwirkungen sehr gering. Da der Stoff auch von Natur aus im Körper vorhanden ist, weiß der Körper mit ihm umzugehen, sodass Allergien oder Abstoßungsreaktionen nahezu ausgeschlossen sind. In der ästhetischen Medizin wird eine synthetisch hergestellte Hyaluronsäure verwendet. Diese biosynthetische Hyaluronsäure zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass sie keine tierischen Proteine beinhaltet und sehr rein ist. Dadurch ist sie sogar noch besser verträglich als die Hyaluronsäurepräparate, die in der Vergangenheit eingesetzt wurden.

Zu den leichten Beschwerden, die nach einer Faltenunterspritzung mit Hyaluronsäure auftreten können, gehören vorübergehende Rötungen, leichte Schwellungen und Schmerzen, Juckreiz und Hämatome. In den Hyaluronsäurepräparaten befindet sich in der Regel ein leichtes Lokalanästhetikum (Lidocain). Dadurch können sich die Behandlungsstellen auch nach der Unterspritzung vorübergehend taub anfühlen. Selten zeigen sich Entzündungen oder Verfärbungen an den Einstichstellen.

 

Hyaluronsäure und Co. – nur vom Experten!

Immer wieder werden Injektionsbehandlungen auch von unerfahrenen Anwendern oder Heilpraktikern angeboten, die unzureichende Qualifikation und wenig Erfahrung auf dem Gebiet der Hyaluronsäureinjektion besitzen. Dadurch kann es zu schwereren Komplikationen und gesundheitlichen Schäden kommen, darunter Verhärtungen im Gewebe, Knötchenbildung und Nekrosen (Absterben von Gewebe). Findet die Behandlung im Bereich der Augenpartie statt, können auch Funktionseinschränkungen bis hin zum Erblinden auftreten.

Aus diesem Grund sollten sich Patienten ausschließlich an einen erfahrenen und speziell ausgebildeten Arzt wenden. Auf der Website der Deutschen Gesellschaft für ästhetische Botulinum- und Fillertherapie (DGBT) können Experten im Umkreis ausfindig gemacht werden.

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